Partizipation

Wie können verschiedene Stakeholder an der Nachhaltigkeitsstrategie mitwirken? 

Um eine Nachhaltigkeitsstrategie fest in der Gesellschaft zu verankern und auf eine breite Basis zu stellen, ist die Beteiligung von verschiedenen gesellschaftlichen Akteur*innen von großer Bedeutung. Diese sollten sowohl an der Erarbeitung und Umsetzung als auch an der Weiterentwicklung der Strategie mitwirken können.

Folgende Anforderungen sollten erfüllt sein:

Die Strategie wird partizipativ entwickelt, d.h. unter Beteiligung von Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Verbänden. Auch an der Umsetzung sind verschiedene Akteurs- und Stakeholdergruppen beteiligt. Bezüglich der Weiterentwicklung der Strategie werden Verbesserungsvorschläge verschiedener Akteursgruppen eingeholt und berücksichtigt. Grundsätzlich ist die Beteiligung ist effektiv und transparent organisiert und über eine Vielfalt an Formaten möglich (z.B. Konsultation, Stakeholder-Dialoge, Online-Tools, Beiräte etc.).

Good Practice | Nachhaltigkeitsstrategie Saarland

Im Saarland wird die Strategie im Rahmen eines umfangreichen Beteiligungsprozesses seit März 2020 überarbeitet. Dieser Prozess wird von der Geschäftsstelle für Nachhaltigkeit im saarländischen Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz betreut. Wissenschaftlich begleitet wird er vom Arbeitsfeld Umweltpsychologie der IZES gGmbH, der htw saar und RENN.west.

Bisher wurden über die Beteiligungsplattform wechange über 80 Projekte zu den sechs Handlungsfeldern der Strategie (BNE, Finanzen, Demographie, Klimaschutz, Wirtschaftsstärkung und Mobilität) entwickelt. Hierbei stand auch der interministerielle Koordinierungskreis der Landesregierung beratend zur Seite. Insgesamt beteiligten sich 224 Personen aus ca. 125 Institutionen an diesem Prozess.

Das im Herbst 2020 gegründete Expert*innenteam Nachhaltigkeit, das aus 40 Personen aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Verbänden besteht, prüft diese Projekte nach einem Kriterienkatalog. Eine Vorauswahl wird anschließend dem Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz zur Förderung empfohlen.

Der Beteiligungsprozess wird derweil über wechange und monatliche Online-Foren fortgesetzt, über die öffentlich berichtet wird. Bis Ende 2021 soll die bestehende Strategie weiterentwickelt werden.

Weitere Informationen des saarländischen Ministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz

Weitere Informationen zur Beteiligungsplattform wechange

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