Das Saarland entwickelt aktuell seine Nachhaltigkeitsstrategie weiter – in einem partizipativen Prozess, der Anfang 2021 in einer neuen Fortschreibung münden soll und den RENN.west als Kooperationspartner begleitet.

Am 4. Februar 2020 wurde der Beschluss von der saarländischen Landesregierung gefasst, die Nachhaltigkeitsstrategie des Bundeslandes fortzuschreiben. Die erste Version wurde 2016 veröffentlicht und enthält sechs große Handlungsfelder: Wissen, Finanzen, Demographie, Klimaschutz, Wirtschaftsstärkung und Mobilität.

Wald der Projekte

Durch die aktuelle Überarbeitung soll die Strategie konkreter, nachvollziehbarer, zukunftsfokussierter und praxistauglicher werden. Es sollen konkrete Maßnahmen und Projekte für die Handlungsfelder entstehen, die die Strategie mit Leben füllen. Entstanden ist dabei das Bildnis der Projekte als Bäume in einem Wald. In diesem finden sich schon ältere, ausgewachsene Bäume, zudem jüngere Bäume, die noch unterstützt werden sollten und Samen, die Neues entstehen lassen können.

Fokus auf Nachhaltigkeit als Gemeinschaftswerk

Das Motto des aktuellen Fortschreibungsprozesses lautet „Wir gestalten gemeinsam. Saarland nachhaltig“. Die Gewichtung liegt dabei auf dem Wort „gemeinsam“, denn der Prozess soll offen, partizipativ, auf Zusammenarbeit ausgerichtet sein und Einflüsse aus allen gesellschaftlichen Gruppen beinhalten. So können Menschen, Organisationen, Institutionen, Projekte, Ressourcen, Initiativen und innovative Ideen vernetzt werden.

RENN.west gestaltet Partizipation mit

Um diese Zusammenarbeit möglichst konstruktiv zu gestalten, sollen Formate geschaffen werden, die eine durchdachte und ehrliche Beteiligung aller Gruppen ermöglichen. Vor allem die Zivilgesellschaft soll dabei rechtzeitig und auf Augenhöhe involviert werden. Diese partizipativen Prozesse begleiten das Arbeitsfeld Umweltpsychologie der IZES gGmbH, sowie der htw saar und RENN.west.

Dazu gehören etwa monatliche Online-Foren, bei denen sich die Akteur*innen zum Austausch und zur Arbeit in den derzeit acht thematischen Arbeitsgruppen treffen. Die Ergebnisse werden auf der Internetplattform WeChange dokumentiert. Die Beteiligung steht jederzeit für jede*n offen. Bisher sind 121 Personen eingeschrieben.

Einreichung eigener Projektideen.

Ergänzt werden das Forum und die Arbeit in den thematischen AGs durch das „Expert*innen Team Nachhaltigkeit“ und den interministeriellen Koordinierungskreis, deren Mitglieder größtenteils auch im Forum aktiv eingebunden sind.

Die Austauschformate werden ergänzt durch ein aktuell erstelltes Projektformblatt, welches bis zum 20.11. Projektideen strukturiert sammeln soll. Diese Projektideen werden nicht nur innerhalb der AGs entwickelt, jeder kann digital Projektideen über das Formblatt einreichen: http://bit.ly/FormblattNachhaltigkeit. Möglich ist das bis Jahresende.

Durch die Einbindung verschiedener Ministerien in den Prozess soll eine (auch finanzielle) Unterstützung dieser Projekte direkt initiiert werden.

“Nichts geht verloren, alles ist sichtbar“

Die Grundhaltung: „Der Beteiligungsprozess ist offen, inklusiv und kooperativ angelegt. Er wird durch alle Beteiligten gemeinsam gestaltet. Nichts geht verloren, alles ist sichtbar“. RENN.west wird im Saarland durch den Umwelt-Campus Birkenfeld und die Europäische Akademie Otzenhausen vertreten.

Die Dokumentationen der Online-Foren sind hier einsehbar.